Ahnenforschung, Familienforschung? Wozu denn das, fragst Du? Es gibt hunderte solcher Seiten und nun kommt diese noch dazu! Oder, auch schon gehört, man soll die Toten ruhen lassen. Ich erwidere, bleib mal auf meiner Site und sieh Dir die 'Sammlung' an, besuche noch weitere im WWW. Es kann dann sein, dass Du vom Bazillus Familienforschung sehr rasch infisziert wirst und ich garantiere: Von dieser Krankheit willst Du nie mehr geheilt werden. Es ist die einzige Krankheit die sich positiv auf Deine Gesundheit auswirkt und sie verläuft nie tödlich.
Was ist das genau, Familienforschung? Die meisten Menschen wollen irgend wann mal über ihre Herkunft mehr wissen. Schon die Frage: Papa, wer war denn Dein Papa und was machte der, ist Familienforschung. Familienforschung (Genealogie) ist also das Erheben, Sammeln, Auswerten von (Lebens)-Daten der Vorfahren und deren Einbettung in eine Familiengeschichte (denn das reine Sammeln der Lebensdaten kommt dem blossen Sammeln von Grabsteinen gleich, schrieb schon im 18. Jahrhundert J. Ch. Gatterer, Geschichtslehrer zu Göttingen). Leider begnügen sich viele Freunde der Genealogie mit der Erforschung der eigenen (Namens)Familie. So reizvoll es sein mag Daten von Hinze und Kunze zu erheben, ein Abbild unserer Herkunft geben uns nur alle Vorfahren, denn jeder Mensch stammt von Vater und Mutter ab. Diese ihrerseits haben wieder Vater und Mutter. Erst sie alle bilden das ganze Wurzelgeflecht.
Was will diese Homepage? Sie will Auskunft geben über meine erforschten Vorfahren und 'diese zur Verfügung stellen'. Sie will so Kontakte knüpfen und Hinweise anderer Forscher bekommen. Sie will Dich ermuntern, in dieses schöne Hobby einzusteigen. Sie hat ihren Ursprung in meiner Freude an der Geschichte, speziell der Familiengeschichte. Deutlich distanziere ich mich aber von jeglicher Form der Ahnenforschung gem. H. H.'s Gesellschaft Das Ahnenerbe e.V., 1935.
Wie gehe ich vor als Anfänger der Familienforschung? Voraus eine eindringliche Warnung: Vergiss Seiten die Dir versprechen, nach Einsenden Deiner Daten würdest Du Angaben zu Deiner Familie und Dein Wappen bekommen (Vorauszahlung nur 100 Euro!). Haben Deine Vorfahren ein Wappen geführt, so ist Dir dies mit Sicherheit bekannt. Du wendest ein: Da gibt es doch Europäische Wappenbücher, oder wie die sonst noch heissen, da muss man mein Wappen nur noch finden! Schlichtweg Käse, europäische und staatliche Stellen für Wappenregistrierungen gab es nie und gibt es nicht. Gegenteilige Versprechungen sind also Illusion und Abzockerei. Du kannst Dir aber jederzeit ein Wappen zulegen, es selbst entwerfen, sofern Du die heraldischen Regeln einhältst; seriös ist dies aber erst, wenn Du Deine Familie, mindestens in der Stammlinie, erforscht hast. Ist Deine Famillie schon 'bearbeitet', so findest Du mit etwas Glück in Bibliotheken oder bei genealogischen Vereinigungen Angaben dazu. Findest Du keine Publikation, so heisst dies: Die Knochenarbeit selbst übernehmen und dann das Ergebnis veröffentlichen (Horror aller Genealogen sind Forscher die das Erzielte sorgsam geheim halten, - und ihre Erben werfen dann die Notizen ins Altpapier).
In der Verwandtschaft beginnen. Dokumente sammeln (Personen auf Fotos identifizieren). Oma wieder mal im Altersheim besuchen und Löcher in den Bauch fragen. Fachliches im Buchhandel, im Internet (GenWiki-Wikipedia), in Bibliotheken erwerben oder einsehen. Werde Mitglied bei Familienforscher-Vereinigungen (es gibt 'unzählige'), mit Vorteil bei jenen, die im Herkunftsgebiet Deiner Familie arbeiten. Viele haben Versammlungslokale mit Fachbibliotheken oder sind sehr informativ im Internet vertreten (Foren).
Bist Du so weit, dann bist Du bei uns im Kreis der Angefressenen angekommen. Es kann Dir nichts mehr passieren. Hast Du die Fachliteratur konsumiert, bist Du Mitglied bei einer Vereinigung, dann weisst Du alles von Bewilligungen, Datenschutz, Darstellungsformen wie Stammbaum und Ahnentafel (um nur diese zwei zu nennen), Ahnenbezifferung, genealogische Zeichen, Lesen alter Schriften, Heraldik, Latein bis zu ....
Kurz etwas zu Ahne, Ahnenforschung. Das Wort Ahne ist althochdeutscher Herkunft mit der Bedeutung Vorfahr. Im Späthochdeutschen dann auch ano für Grossvater, ana für Grossmutter. Grundlage war wohl ein altes Lallwort.
Diesen Vorfahren widme ich meine Suche in allen greifbaren Quellen, denn ihnen verdanken wir unsere Existenz. Sie der Vergessenheit zu entreissen soll uns eine Ehre sein. Da jeder Mensch zwei Elternteile hat und diese wiederum ihre Eltern haben, verdoppeln sich in jeder Generation die Vorfahren. Für 44 Generationen sieht dies, von eins weg durchnummeriert, so aus:
| Generation |
Zahl links: Ahnenanzahl in der entsprechenden Generation |
| 44 |
17'592'186'044'416 - 35'184'372'088'831 |
| 43 |
8'796'093'022'208 - 17'592'186'044'415 |
| 42 |
4'398'046'511'104 - 8'796'093'022'207 |
| 41 |
2'199'023'255'552 - 4'398'046'511'103 |
| 40 |
1'099'511'627'776 - 2'199'023'255'551 |
| 39 |
549'755'813'888 - 1'099'511'627'775 |
| 38 |
274'877'906'944 - 549'755'813'887 |
| 37 |
137'438'953'472 - 274'877'906'943 |
| 36 |
68'719'476'736 - 137'438'953'471 |
| 35 |
34'359'738'368 - 68'719'476'735 |
| 34 |
17'179'869'184 - 34'359'738'367 |
| 33 |
8'589'934'592 - 17'179'869'183 |
| 32 |
4'294'967'296 - 8'589'934'591 |
| 31 |
2'147'483'648 - 4'294'967'295 |
| 30 |
1'073'741'824 - 2'147'483'647 |
| 29 |
536'870'912 - 1'073'741'823 |
| 28 |
268'435'456 - 536'870'911 |
| 27 |
134'217'728 - 268'435'455 |
| 26 |
67'108'864 - 134'217'727 |
| 25 |
33'554'432 - 67'108'863 |
| 24 |
16'777'216 - 33'554'431 |
| 23 |
8'388'608 - 16'777'215 |
| 22 |
4'194'304 - 8'388'607 |
| 21 |
2'097'152 - 4'194'303 |
| 20 |
1'048'576 - 2'097'151 |
| 19 |
524'288 - 1'048'575 |
| 18 |
262'144 - 524'287 |
| 17 |
131'072 - 262'143 |
| 16 |
65'536 - 131'071 |
| 15 |
32'768 - 65'535 |
| 14 |
16'384 - 32'767 |
| 13 |
8'192 - 16'383 |
| 12 |
4'096 - 8'191 |
| 11 |
2'048 - 4'095 |
| 10 |
1'024 - 2'047 |
| 9 |
512 - 1'023 |
| 8 |
256 - 511 |
| 7 |
128 - 255 |
| 6 |
64 - 127 |
| 5 |
32 - 63 |
| 4 |
16 - 31 |
| 3 |
8 - 15 |
| 2 |
4 - 7 |
| 1 |
2 - 3 |
|
Proband
|
1 |
Erläuterung: Die Nummer 1 bist Du (oder jede beliebige Person von der aus die Liste beginnt; im Fachjargon Proband genannt). Die Nummer 2 in der 1. Generation ist Dein Vater, Nummer 3 Deine Mutter. Nummer 4 in der 2. Generation ist Dein Grossvater und die 5 ist seine Frau, Deine Grossmutter. Nummer 6 ist der Vater Deiner Mutter, also Dein Grossvater mütterlichseits und die Nr. 7 ist Deine Grossmutter mütterlicherseits. Mit Nr. 8 beginnt die Urgrosselterngeneration (bis Nr. 15). Diese sinnvolle Nummerierung hat der Genealoge Stephan Kekule von Stradonitz (nicht erfunden, wie oft behauptet wird) ab 1898 populär gemacht. Jeder Mann erhält eine gerade, jede Frau eine ungerade Zahl (Ehefrauen um 1 höher wie die Zahl des Mannes). Für jeden Vorfahr wird die Ahnenziffer seines Nachkommen, sei dies ein Sohn oder eine Tochter, verdoppelt.
Wenn nun also jeder Mensch in der 19. Generation vor ihm eine Million Vorfahren erreicht hat (in der 29. die Milliarde, in der 39. die Billion), so heisst dies doch, dass damals bedeutend mehr Menschen wie heute gelebt haben? Weil dies nachweislich nicht so ist, liegt die Erklärung darin: Wir haben mehrfach in unterschiedlichsten Generationen die gleichen Vorfahren - wir sind alle miteinander verwandt. Die Ahnenanzahl stimmt zwar mathematisch genau - sie besteht aber nicht aus gleich vielen Individuen. Nachkommen eines Paares werden sich, oft nach Generationen und ohne von der gemeinsamen Herkunft zu wissen, erneute verbinden. Deren Kinder stossen so über Vater und Mutter zu den gleichen Vorfahren vor. Heiraten Vetter und Base haben beide ein identes Grosselternpaar - die Ahnengleichheit (den oft verwendeten Begriff Ahnenschwund lehne ich ab, da diese Ahnen ja nicht verschwinden) beginnt hier früh und setzt sich dann über alle Generationen fort.
PS. Wenn Du über einzelne Ahnenlinien bis zur 44. Generation vorgestossen bist, so bist Du etwa im Jahre 800 bei Karl dem Grossen, dem pater europae, angelangt.
Hinweis. Etwas spät noch Bemerkungen zur Homepage, zum Gästebuch und zu mir: Ich bin also Schweizer, Modell 1948 (bin an beiden Umständen unschuldig) und betreibe dieses Hobby seit dem 16. Lebensjahr. Ich habe mich bemüht, anständiges Deutsch zu schreiben, man beachte aber bitte, dass die Schweiz gem. Duden u.a. das SZ nicht kennt. Ich bin dankbar, wenn man mich mit E-mail auf Druck- oder gar Sachfehler hinweist. Zum Gästebuch***: Rege Benutzung ist erhofft und erwünscht, verzichte aber bitte auf Blabla-Einträge. Stell Deine Forschungen vor. Nutze die Seite für dienliche Hinweise, so haben viele was davon. Stelle mir Fragen, appelliere an meine Hilfe; wo ich kann und falls ich nicht überfordert werde, werde ich diese nicht versagen. Bei Fragen bez. Deiner Schweizer Vorfahren folgendes: Es ist gut eine schweizerische Besonderheit zu kennen, das dreifache Schweizer Bürgerrecht. Schweizer/-innen sind Staatsbürger, Kantonsbürger und Gemeindebürger. Das Ideale dabei ist nun, dass, egal wo Schweizer geboren werden, sich verehelichen und sterben, dies am Gemeindebürgerort (inkl. den Geburten ihrer Kinder) registriert wird. Schweizerfamilien und deren Vorfahren im Mannesstamm können also in einem Aufwisch an deren Bürgerort erforscht werden (Spezialfälle und Einzelprobleme sind in dieser grundsätzlichen Aussage nicht berücksichtigt). Erkundigst Du Dich also nach einem Schweizer, gib Bürgerort und Kanton an (da es gleichnamige Orte in mehreren Kantonen gibt). Auch in der Schweiz verhindern Datenschutzgesetze leider vieles. Anfragen über nach 1900 Geborene sind leider kaum zu beantworten.
*** Zugang a.d. Begrüssungsseite links; oder wenn Du's diskreter haben willst, so nutze meine E-mail, (damit Mails nicht ungelesen gelöscht werden, bitte ich um sachbezogene Einträge in die Betreff-Zeile).

Wappen(1) Tanner von Hölstein.
Führungsberechtigt: Nachkommen im Mannesstamm des Stammgründers(2)
Niklaus Tanner-Sutter, 1769 - 1846, von Reigoldswil, seit 1809 von Hölstein.
Da der FN Tanner ein Herkunftsname ist, der erste Träger wohnte bei einer markanten Tanne, am/im Tann = alte Bezeichnung für das heutige 'Wald', in einem Haus mit dem Namen Tanne, oder er kam aus einem Ort, ab einem Hof, einer Flur namens Tann, war eine Tanne als redendes Wappenbild selbstverständlich.
(1) Blasonierung: In grün verbreiterter goldener Pfahl. ausgerissene grüne Tanne, roter Stamm. Helmzier grüne Tanne. Helmdecke grün, gold
(2) Überprüfbar mit: Tanner, Werner: Stammliste des Baselbietergeschlechts Tanner. Bürger der Gemeinden Basel-Olsberg (ausgestorben), Reigoldswil (seit ca. 1640), Hölstein (seit 1809). 2. A 1998, Exemplare zur Einsicht: Landesbibliothek Bern, Staatsarchiv Basel-Land Liestal oder E-mail a.d. Verfasser; im Ausland: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig (dort 1. A 1978).
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